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Die Geschichte des Nikolausdorfes

Der Name "Diestedde"

Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Diestedde bis heute hat die Schreibweise des Ortsnamens einen vielfachen Wandel durchgemacht: Diesteten (1136), Thistede (1217), Dystede (1498), Diestedde.

Was der Ortsname bedeutet, ist bis heute noch nicht einwandfrei geklärt. Lange Zeit wurde angenommen, er sei eine Ableitung vom Namen des altgermanischen Gottes Tyr, der im Althochdeutschen auch Ziu oder Thiu genannt wird. Thistede sei demnach ein Heiligtum dieses Thiu gewesen. In jüngerer Zeit herrscht die Meinung vor, dass der Name vom germanischen Wort "thing" (=Gericht) abgeleitet ist, also auf eine Thing-Stätte zurückzuführen sei. Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass sich in Diestedde seit altersher ein Freistuhl mit Freigerichtsbarkeit befand. Dieser Gerichtsplatz (Freistuhl) lag wahrscheinlich nördlich des Schlosses Crassenstein, im Bereich der etwa 900 Jahre alten Eiche, die der Volksmund noch heute die Feme-Eiche nennt.

 

Das Gebiet des Ortes Diestedde stand im frühen Mittelalter keineswegs unter einer einzigen Grundherrschaft. Vielmehr grenzten hier die Besitzungen verschiedener Eigentümer aneinander, so Gebiete des Klosters Werden, des Grafen von Rietberg bzw. des Burggrafen von Stromberg und des Propstes von St. Mauritz.

Fünf Bauerschaften (Altendiestedde, Dorf, Dorfbauerschaft, Düllo und Entrup) gehören mit zu den Keimzellen des späteren Ortes. Einige von diesen Bauerschaften werden bereits um 900 urkundlich erwähnt.

Um 777 beginnt mit der Tätigkeit des königlichen Missionsbeauftragten Bernradh die Christianisierung unserer Heimat.

Die richtige Aussprache - Radiointerview mit Fritz Streffer

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Interview RADIO WAF mit Fritz Streffer über die richtige Aussprache des Ortsnamens.

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