Die zweite St. Nikolauskirche wird gebaut. Erhalten bleibt der alte Turm, der aus der romanischen Zeit stammt.
Das erste eigene Schulgebäude wird bezogen.
Schloss Crassenstein wird unter der Leitung des Wiedenbrücker Baumeisters Konrad Niermann renoviert und umgebaut. Die Arbeiten finden 1845 ihren Abschluss. Von der um 1850 angelegten ehemals prächtigen Parkanlage zeugen heute nur noch zwei überlebensgroße Plastiken: die des Herakles, der mit der Lernäischen Hydrakämpft, und die des Milon von Kroton, eines bekannten griechischen Athleten und Olympiasieger.
Erweiterung des Schulgebäudes.
Am 25. Oktober, um 17 Uhr, wird die zweite St. Nikolauskirche vom Blitz getroffen und brennt innerhalb kurzer Zeit bis auf die Grundmauern nieder.
Die Heiligenstädter Schulschwestern beginnen am 15. September ihre Tätigkeit. Sie widmen sich dem Unterricht, der Kranken- und Altenpflege.
Oswald von Wendt stirbt unvermählt auf Schloss Borlinghausen. Seine Schwester Leonia, die 1837 Oscar Laurent de Marchant et d'Ansembourg geheiratet hatte, erbt das gesamte Vermögen der Familie von Wendt. Damit erlischt der alte Name. Neue Besitzer werden die Grafen von Marchant et d'Ansembourg.
Die Spar- und Darlehnskasse Diestedde wird am 16. Januar gegründet. Sie ist im ehemaligen Kreis Beckum das älteste Kreditinstitut auf genossenschaftlichem Sektor.
Die dritte St. Nikolauskirche, deren Grundstein am 15. Juli 1868 gelegt worden war, wird am 18. Juli durch Bischof Johannes Bernhard Brinkmann eingeweiht.
Die Heiligenstädter Schulschwestern beziehen ein eigenes Haus, das in den Jahren 1957/58, 1962 und 1968/69 erweitert wird.
Am 20. Oktober wird die Strecke der Westfälischen Landeseisenbahn (Beckum - Lippstadt) eröffnet, Diestedde erhält einen Bahnhof. Seit dem 1. Juni 1975 dient die Eisenbahnstrecke nur noch dem Güterverkehr. Das Bahnhofsgebäude wird im Januar/Februar 1982 abgerissen.
