Der Dorfplatz wurde zum Jubiläumsjahr 1986 angelegt. Er ist geschmückt mit einem Femetisch, der an die Vergangenheit des Ortes als Gerichtsstätte erinnern soll. Seit 1990 stehen dort außerdem drei Bronzeplastiken ("bäuerliche Familie") des Bildhauers Werner Klenk. Die Personengruppe soll an drei Bauernhöfe erinnern, die ehemals hier gestanden haben. Die künstliche Quelle zu Füßen der Bauernfamilie, die einen kleinen Teich speist, hat auch sinnbildlichen Charakter; denn sie weist auf die im Gebiet des Diestedder Berges gelegenen Quellen hin. Der Dorfplatz bietet sich mit seinem lockeren Baumbestand und seiner unaufdringlichen Gestaltung auch als Aufstellungsort für den Schützenverein, Standorte für Festzelte, Jahrmärkte, Ausstellungen, Verkaufs- und Festveranstaltungen an.
aus: Bruno Stolzenberg: Kulturdenkmale Diestedde (Abbdruck mit freundlicher Genehmigung von P. Stolzenberg)
Die Neugestaltung des Dorfplatzes,der im Jubiläumsjahr 1986 im Volksmund noch einfach"Dorfwiese genannt wurde,machte der Heimatverein zu einem Hauptprojekt zur Verschönerung des Dorfbildes. In der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1990 konnte der Vorsitzende den Plan für die Gestaltung den Mitgliedern erläutern. Danach sollte auch eine Bronzeplastik-Gruppe von Werner Klenk Aufstellung finden. Sie stellt eine Bauernfamilie dar,bestehend aus dem Bauern (1,80 m),der Bäuerin (1,60 m) und einem Mädchen (1,10 m).Die originellen Figuren hat der Bronzebildner in seiner Werkstatt in der alten Diestedder Schule entworfen und dann im Wachsausschmelzverfahren in Bronze gießen lassen.Jede Figur ist drehbar,so daß immer wieder neue Familienbilder sich einstellen lassen.Der Künstler hatte außerdem jede Figur mit einer Glocke ausgestattet,die im Zusammenklingen einen harmonischen Akkord ergaben. Daher bekam die Gruppe den Namen "Dreiklang". Freiwillige Helfer stellten die "Bauernfamilie" am 16.Mai 1990 auf dem Dorfplatz auf,und am Pfingstmontag,dem 4. Juni 1990,übergaben der stellvertretende Bürgermeister Alfred Jungilligens und der Vorsitzende des Heimatvereins Werner Eckey sie im Rahmen des Schützenaufmarsches der Öffentlichkeit.
Bei einer notwendigen Reparatur der Drehlager einige Jahre später hat man das Läutewerk entfernt,da die Störung der Anlieger auf die Dauer zu stark wurde. Seitdem spricht man nur noch von der "Bauernfamilie" auf dem Dorfplatz. Die nicht unerheblichen Kosten des Bronzegusses, an denen das Projekt zu scheitern drohte, sind durch eine hochherzige Spende des verstorbenen Arztes Dr. Tippkemper gedeckt worden, dem hiermit ein ehrendes Gedenken gewidmet sei.

