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Femeeiche und Femetisch

Femeeiche
Diestedder Femeeiche
Hinweisschild

Am Mühlenbach nördlich von Schloss Crassenstein erhebt sich eine majestätische Eiche. In Diestedde befand sich ein Freistuhl mit Freigerichtsbarkeit. Dieser Gerichtsplatz (Freistuhl) lag wahrscheinlich nördlich des Schlosses Crassenstein, im Bereich der etwa 900 Jahre alten Eiche, die der Volksmund noch heute die Feme-Eiche nennt.

Die Femeeiche ist seit 1937 nach dem "Reichsnaturschutzgesetz" als Naturdenkmal (Kreis Beckum) ausgewiesen. 1991 wurde die Eiche vom 1975 neu gebildeten Kreis WAF erneut als Denkmal festgesetzt.

Femetisch
Femetisch am Dorfplatz

Im Festausschuß zur Gestaltung des 850jährigen Jubiläums (Anm: 1986) der ersten geschichtlichen Erwähnung der Pfarrei Diestedde kam dessen Vorsitzender Josef Laukötter auf die Idee, zum Gedenken an Diestedde als Gerichtsstätte im Mittelalter einen "Femetisch" auf dem Dorfplatz aufzustel­len. Durch eine Spende der Sparkasse Beckum-Wadersloh konnte diese Idee verwirklicht werden. Die Granitfindlinge und die Tischplatte,die auf ihnen ruht, sind von der Firma Zacharias in Bad Waldliesborn beschafft worden.
Der "Feme­tisch" wurde in der Woche vom 10 - 15. Februar 1986 aufgebaut. Ein von dem Bronzebildner Wer­ner Klenk (Sünninghausen) geschaffenes Medaillon mit einem Durchmesser von etwa 20 cm zeigt in der Mitte eine mittelalterliche Gerichtsszene und weist im Text der Umrandung auf das Jubiläum 1986 und den Stifter hin.Die Sorge für die weitere Pflege übernimmt der Heimatverein.

Impressionen: Femeeiche
Literatur-Tipp

Anette Lenzing: Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland, Die blauen Bücher (2005); ISBN: 3-7845-4520-3

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Darstellung von Piet Fiss
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