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Geologischer Lehrgarten

Geologischer Lehrgarten mit Erdzeituhr

aus: Bruno Stolzenberg: Kulturdenkmale Diestedde (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von P. Stolzenberg)

Bei der Erörterung,wie unser Dorf gestaltet werden kann,um bei der Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"gut bestehen zu können,tauchte in der Vorstandssitzung des Heimatvereins am 26.Oktober 1992 die Anregung auf,als besondere Attraktion,einen "geologischen Lehrgarten mit einer Erdzeituhr" aufzubauen. Dieser könnte auch als Lehr-und Anschauungsobjekt für die Schulen! von Nutzen sein. Der Gartenbau-Ingenieur Ernst Bünte aus Lippstadt erklärte sich bereit,den Entwurf und die Kostenaufstellung anzufertigen. In der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins am 22. Januar 1993 stellte er seinen Entwurf vor. Die Abstimmung über das Projekt ergab eine eindeutige Zustimmung der Mitglieder. Als Ort zur Verwirklichung des Vorschlags war die Fläche zwischen der Einfahrtstraße zum Schloß Crassenstein und der Winkelstraße geplant. Die Priesterbruderschaft Pius X.,der das Gelände gehört, überließ es pachtfrei dem Heimatverein zur Ausführung des auch für ihren Schulbetrieb interessanten Projektes. Nachdem auch die finanzielle Seite geklärt war, konnte mit zeit-licher Verzögerung durch die vorgezogene Umsetzung des alten Fachwerkhauses (siehe Backhaus) der Aufbau des geologischen Lehrgartens am 17. April 1994 beginnen. Noch rechtzeitig am 14. Juni 1994, einen Tag vor Eintreffen der Kreisbewertungskommission "Unser Dorf soll schöner werden",konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Am Vormittag des 15. Juni übergab Bürgermeister Hans Wolf den geologischen Lehrgarten mit der Erdzeituhr der Öffentlichkeit und am Nachmittag trug diese in der ganzen Region einmalige Anlage mit dazu bei,dass Diestedde den 1. Preis in Gold vor allen Bewerbern im Kreis erhielt und damit die Teilnahmeberechtigung am Landeswettbewerb 1995.

Der Mittelpunkt des Lehrgartens ist die Erd-zeituhr,die in Form eines angedeuteten Ziffernblattes die einzelnen erdgeschichtlichen Abschnitte in ihrer zeitlichen Folge wiedergibt. Wo die einzelnen Sektoren auf dem Weg en-den,ist er mit Steinen des jeweiligen Erdzeitalters vom Präkambrium bis zum Quartär gepflastert. Die Sektoren sind mit verschiedenfarbigem Splitt bedeckt. Im Zentrum der Strahlen entspringt eine Quelle,deren Wasser am Rand der Neuzeit" entlangfließt und ein Symbol für das Leben darstellen soll. Es ist wichtig,die am Beginn des Rundweges aufgestellte Erläuterungstafel zu studieren,auf der die Erdzeitdaten und die sich in diesen Zeiten entwickelnde Flora und Fauna dargestellt sind. Die Gestaltung der Tafel stammt von dem einheimischen Künstler Walter Jasper.

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