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Kirchenpark

Kirchenpark in Diestedde: Tor "Heiliges Jahr 2000"

Nördlich der Pfarrkirche wurde 1989 eine Lourdesgrotte errichtet; in deren Rückseite befindet sich seit 1991 das "Heilige Grab". Es ist gedacht als 14. Station eines Kreuzweges. 200 m westlich steht die 1987 errichtete Mariensäule, "Maria Mutter der Einheit". Der Kreuzweg liegt westlich der St. Nikolauskirche. Vierzehn Stationen laden den Besucher zur religiösen Betrachtung des Leidensweges Jesu ein. Die in Lavastein eingefassten Bronzeplastiken sind ein Werk des Künstlers Werner Klenk. Die erstarrte Lava symbolisiert die in Sünde erstarrte Welt der Menschen, durch die Erlösungsweg Christi führt. Pfarrer Johannes Klein erweiterte den Kreuzweg stetig durch neue Skulpturen, so sind die Lourdesgrotte, die Mariensäule und der Kreuzweg zu einem Bestandteil eines Kirchenparks geworden.

Impressionen: Kirchenpark Diestedde
Neue Skulptur komplettiert den Kirchenpark

Seit August 2007 komplettiert eine neue Skulptur den Kirchenpark. Pfarrer Klein, der seit Jahren den Park ständig erweiterte und regelmäßig pflegt, freute sich über eine Spende des Langenberger Steinbildhauermeisters Aloys Thumann, der in rund 60 Arbeitsstunden aus einem Stück Anröchter Grünstein ein bemerkenswertes Kunstobjekt schuf, dass ab sofort im westlichen Teil der Parkanlage besichtigt werden kann.

Direkt neben der 8. Station des Kreuzwegs erhebt sich die neue Skulptur als eine in Stein gehauene Hand, die den Globus emporhält. „Trotz des Wohlstandes in unserer heutigen Welt, sterben täglich Kinder“, so der Künstler zu seinem Werk. „Die große schützende Hand, die die Welt geschaffen hat, hält die Weltkugel, doch diese droht durch den Tod und Ausbeutung von Kindern abzukippen.“ Dies zeigt sich auch an der Skulptur, denn die klagenden und bittenden Kinderhände hat Aloys Thumann in den Arm der großen Hand eingearbeitet.

Den Standort wählte Pfarrer Klein mit Bedacht, denn die achte Station des Kreuzwegs zeigt die Begegnung Jesu mit den weinenden Frauen. "Weint nicht über mich, weint eher über euch selbst und über eure Kinder!" soll Jesus zu den trauernden Frauen gesagt haben. Die neue Skulptur soll diese Aussage untermauern und wird der Intention des Künstlers, auf die derzeitigen schlechten Umstände für Kinder in manchen Teilen der Welt hinzuweisen, mehr als gerecht.

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