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Sichtachse feierlich eingeweiht

Unter großer Anteilnahme von Förderern, Helfern, Interessenten sowie Vertretern der Politik wurden am 6. April Wasserrad und Sichtachse ihrer Bestimmung übergeben.

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Die Glocke vom 8.4.08

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Mühle am rauschenden Bach klappert wieder

Viele Spaziergänger und Radfahrer staunten am 29. März nicht schlecht. Bei herrlichem Frühlingswetter glänzte am Mühlenbach ein nagelneues Wasserrad aus Edelstahl am angestammten Platz des 2005 demontierten Vorgängermodells. Der schlechte Zustand des 1986 angebrachten alten Mühlrades zur Erinnerung zwang den Diestedder Heimatverein 2005 das 1,4 Tonnen schwere Wasserrad aus Eichenholz abzubauen. Den Anstoß für den Bau eines neuen Mühlenrads gab ein umfassender Projektplan von Werner Eckey und Benedikt Brüggenthies zur Umgebungsgestaltung von Schloß Crassenstein. Nach dem in den letzten Jahren das Diestedder Wahrzeichen durch Schlosseigentümer Professor Paul Drews umfassend renoviert wurde, sollte auch die Umgebung der Bedeutung des Wahrzeichens angeglichen werden.

Bereits in den vergangenen Wochen konnte der Heimatverein die historische Sichtachse auf das Portal des Schlosses mit Fördergeldern der NRW-Stiftung wiederherstellen. Mit den übriggebliebenen Stiftungsgeldern, einer großzügigen Materialspende von ThyssenKrupp sowie dem großen ehrenamtlichen Engagement vieler Helfer konnte nun auch noch der Mühlenradbau realisiert werden.

Basierend auf den Plänen von Helmut Bücker und Reinhard Hasenpflug, der 1986 schon die Pläne für das alte Mühlrad entwarf, entstand in den letzten Wochen und Monaten ein prächtiges neues Wasserrad, das Ende März installiert werden konnte. Helmut Bücker und Berthold Biese von der Gruppe „DieAktiv“ leisteten rund 100 Arbeitsstunden zur Fertigstellung des neuen Mühlenrads. Zusammen mit Karl-Heinz Hörster und Günter Schalkamp montierten sie das Mühlrad in den Betriebsräumen der Firma Berief, die das ehrgeizige Projekt unterstützte und die Räumlichkeiten für den Zusammenbau zur Verfügung stellte.

„Nur durch das Zusammenspiel vieler Akteure war der Bau überhaupt erst möglich geworden“, freut sich HVD-Vorsitzende Gabi Kohlstedde über den Abschluss der Arbeiten.

Mit einem stolzen Durchmesser von 2,5 Metern und einem Gewicht von 750 Kilogramm ist das neue Wasserrad nun ein Blickfang für Passanten und lässt nun wieder das gewohnte Klappern am Liesenbach erklingen. In Zukunft soll das Mühlenrad aber nicht nur die Umgebung optisch aufwerten, sondern auch einen Nutzen haben. Bereits jetzt erfüllt das Wasserrad die Voraussetzungen, um in Zukunft auch zur Wasserförderung eingesetzt werden zu können. Mit einer Pumpe kann so Wasser aus dem Liesenbach in die Schloßgräfte transportiert werden, um dort den Wasserpegel anzuheben.

Backhaus-Café lockt Kaffeedurstige

In der Weihnachtszeit startete der Heimatverein erstmals mit viel Erfolg sein Café im Backhaus und auch am 2. März-Wochenende strömten Besucher von nah und fern in das kleine Fachwerkhäuschen im Schatten der St. Nikolaus Pfarrkirche, um in gemütlichem Ambiente Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Im Mittelpunkt des Backhaus-Cafés stand am Samstag und Sonntag aber ein Hahn. Genauer gesagt der Palmhahn, der auf einem der traditionellen Diestedder Palmstöcke thronte und das Interesse vieler Gäste auf sich zog. Eine Woche vor dem Osterfest informierte der Heimatverein die Kaffeegäste im österlich geschmückten Backhaus über die Tradition des Palmstocks. Aber auch sonst konnten die Gäste vor oder nach dem Kaffeetrinken viel in Diestedde entdecken: Am Samstag bot Pfarrer Johannes Klein eine Führung durch den Kirchenpark an. In der Pfarrkirche konnte das offene Grab besichtigt werden und in unmittelbarer Nähe des Backhauses lud die neu angelegte Sichtachse zum Rundgang um Schloß Crassenstein ein. Trotz des schlechten Wetters war das Café auch am Sonntag gut besucht: "In zwei Wochen werden wir noch etwas mehr Kuchen und Waffelteig brauchen", freut sich die HVD-Vorsitzende Gabi Kohlstedde über die gute Resonanz des Angebots. Am 29. und 30. März öffnet das Backhaus-Café noch einmal seine Pforten und lädt zum Verweilen ein.

 

Bürgermeister Infomiert sich vor Ort über Sichtachse

Gut voran gehen die Baumaßnahmen zur Wiederherstellung der Sichtachse zum Schloss Crassenstein, die der Heimatverein Diestedde zusammen mit der NRW Stiftung zur Zeit durchführt. Nachdem die Erdarbeiten zügig durchgeführt werden konnten, sind nun auch die Pflasterarbeiten abgeschlossen. So langsam lässt sich erahnen, wie die Lindenallee in Zukunft aussehen wird.

Beeindruckt zeigte sich auch Bürgermeister Theo Westhagemann bei einer Stippvisite im Nikolausdorf, wo er sich über den Baufortschritt der Sichtachse informierte und den Helfern eine kleine Stärkung mitbrachte. Der erste Bürger der Gemeinde lobte das ehrenamtliche Engagement der tatkräftigen Helferinnen und Helfer für ihren Ort, ohne die das Projekt sicher nicht so gut vorangekommen wäre. 22 Helfer der Gruppe „Die Aktiv“ und elf Damen des Heimatvereins haben sich bis jetzt an dem Projekt beteiligt und rund 200 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Die flotten Rentner und Vorruheständler, die aus den verschiedensten Berufsschichten kommen, bewiesen damit erneut, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. „"DieAktiv" ist immer für eine Überraschung gut“, freute sich die HVD-Vorsitzende Gabi Kohlstedde über den schnellen Baufortschritt und die Unterstützung der Helfer. Die Resonanz auf die Wiederherstellung der Sichtachse sei im Dorf sehr positiv aufgenommen worden, so Kohlstedde im Gespräch mit Bürgermeister Westhagemann. Viele Passanten nutzen ihren Nachmittagsspaziergang, um zu sehen, welche Fortschritte das Bauvorhaben macht. Die offizielle Einweihung wird am 6. April stattfinden.

Sichtachsenwiederherstellung gestartet

Autofahrer und Passanten staunten am Dienstag nicht schlecht: Dort wo an der Ortsausfahrt Richtung Sünninghausen bisher Bäume standen, gab es innerhalb eines Tages einen Kahlschlag. Die alten Sträucher und Bäume wichen dem neuesten Projekt des Diestedder Heimatvereins: Der Wiederherstellung der historischen Sichtachse zum Schloß. Früh morgens um acht Uhr fiel der Startschuss für die Gestaltungsmaßnahme, die dem Heimatverein mit 27.000 Euro Fördergeldern der NRW Stiftung ermöglicht wurde. Nach und nach soll in den nächsten Wochen jetzt ein neuer Weg und eine Lindenallee entstehen. (Weiterer Bericht folgt)

Generalversammlung 2008

Die Generalversammlung stand am Freitagabend ganz im Zeichen mehrerer Großprojekte im Jubiläumsjahr zum 30-jährigen Bestehen des Traditionsvereins. Im Jahres-Rückblick ließ die Vorsitzende Gabi Kohlstedde das ereignisreiche vergangene Jahr Revue passieren. Neben Arbeitsaktionen im Naturpark Hangkamp und dem "Frühjahrsputz" standen bei zwei Aktionen Drahtesel im Mittelpunkt: Im April wurde der Radweg zwischen Diestedde und Sünninghausen feierlich eingeweiht und im August führte die Familienradtour zum Beckumer Höxberg. Besonders erfolgreich war die Umfunktionierung des Backhauses zum "Krippencafé" zwischen den Jahren, freute sich der Vorstand über den unerwartet hohen Besucherandrang. Ein ereignisreiches Jahr hatten auch die Untergruppen des Vereins. Sowohl der Plattdeutsche Krink, wie auch die Wandergruppe und die neu gegründete Arbeitsgruppe „DieAktiv“ führten vielfältige Aktionen durch.Einen weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt bildeten am Abend Vorstandsneuwahlen. Nach acht Jahren Vorstandsarbeit stellte Geschäftsführer Uli Wecker seinen Posten zur Verfügung. Nachfolger wurde der bisherige Beisitzer Wolfgang Hanschke. Auch Schriftführer Bernd Dütsche legte sein Amt nieder. Seine Nachfolge tritt Fritz Streffer an, der als routiniertes Vorstandsmitglied nach einjähriger Auszeit wieder mit zum Team gehört. Wiedergewählt wurden Michael Becker (2. Vorsitzender), Renate Scherf und Heinz Loddenkemper (Beisitzer). Für den freigewordenen Beisitzerposten wurde Heinz Broerken in den Vorstand berufen.Der Jahresausblick verspricht ein volles Programm für den Verein. Neben den Großprojekten „Sichtachse“ und „Mühlrad“ startet der Heimatverein am 1. März wieder seinen „Frühjahrsputz“. Im August wird der Heimatverein sein 30-jähriges Bestehen im Rahmen des Aktionstags “Wir sind Diestedde“ feiern. Geplant ist unter anderem eine Zeitreise durch die Dorfgeschichte. Desweiteren soll der Naturpark um eine Sitzgruppe aufgewertet werden und die Wanderwege sowie der Baumlehrpfad erneuert werden. Auch das Café im Backhaus soll zur Osterzeit wieder Besucher von nah und fern ins Nikolausdorf locken.

In Kürze Start der Sichtachsenwiederherstellung
vl. Heinz-Josef Funke und Josef Suermann von der Gemeinde Wadersloh, Uwe Uhlenburg (RWE), Ludger Wiglinghoff, Michael Becker (Heimatverein), Peter Fiß (DieAktiv)

Schon in wenigen Tagen könnte der Startschuss für die geplante Sichtachsenwiederherstellung von der Langen Straße zum Portal von Schloß Crassenstein erfolgen. Nachdem die NRW Stiftung im Dezember Stiftungsgelder in Höhe von 27.000 Euro für das Projekt zur Verfügung stellte, gab jetzt auch der Bau-, Planungs- und Strukturausschuss der Gemeinde Wadersloh „Grünes Licht“ für das ehrgeizige Bauvorhaben des Heimatvereins. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: Am Montag trafen sich Vertreter des Heimatvereins, der Gemeinde, der ausführenden Fachfirma und der RWE zu einem Ortstermin an der geplanten Baustelle um noch Detailfragen zu klären und die Voraussetzungen für den Fördervertrag mit der Stiftung abzustimmen.Ziel des Heimatvereins sei es zudem, einen großen Teil der Arbeiten in Eigenleistung zusammen mit der Arbeitsgruppe DieAktiv zu übernehmen, denn mit den Fördergeldern soll im Frühjahr auch der Bau des neuen Mühlrads finanziert werden, so der Vorstand des Diestedder Heimatvereins.Eine weitere Detailbesprechung des Heimatvereins und DieAktiv zum Thema „Wiederherstellung der historischen Sichtachse zum Schloss Crassenstein" findet am heutigen Samstag um 14 Uhr im Backhaus statt.

Arbeitseinsatz im Hangkamp
Arbeitseinsatz im Naturpark
H. Bücker, G. Kohlstedde

Zu einer groß angelegten Arbeitsaktion rief der Heimatverein im Januar auf. Rund 20 fleißige Helfer waren früh morgens in voller Arbeitsmontur und diversem Arbeitsgerät im Naturpark Hangkamp im Einsatz, um dort mehrere Gehölzgruppen zu beschneiden. Vor allem die Weiden hatten den neuen Schnitt dringend nötig. Auch entlang des „Turmknäppken“ von der Eichenallee zur Pfarrkirche wurden die Sträucher zurechtgestutzt. Im Naturpark Hangkamp wurden zudem die Trockenmauern und das zentrale Gewässer vom Wildwuchs befreit. Das anfallende Strauchwerk wurde vor Ort gehäckselt und unter den Obstbäumen verteilt. Durchgeführt wurde die Arbeitsaktion mit Unterstützung des Amts für Planung und Naturschutz.

Trotz des einsetzenden Regens waren die Helfer, allen voran die HVD-Vorsitzende Gabi Kohlstedde, zufrieden mit dem ersten Arbeitseinsatz des Heimatvereins im neuen Jahr. Gegen Mittag war die Aktion dank der vielen tatkräftigen Helfer bereits abgeschlossen, so dass man zum Abschluss ins gemütliche Backhaus einkehren konnte.

Beim zweiten Arbeitseinsatz im Hangkamp kam das Wasser nicht mehr von oben, sondern als Erfrischung. Das Wetter spielte am Samstag besser mit als in der Vorwoche und so konnten die freiwilligen Frühaufsteher bis zum Mittag den Naturpark auf Vordermann bringen. Auch beim zweiten Einsatz waren rund 20 Helferinnen und Helfer im Naturpark Hangkamp aktiv für den Heimatverein Diestedde. Unter anderem knüpften sich die fleißigen Freiwilligen das Strauchgut am Bauerngarten vor.

Historische Sichtachse und Lindenallee
Bald freie Sicht von der Langen Straße auf das Schloss!

Freie Sicht auf das Schloß mit 27 000 Euro Zuschuss von der NRW Stiftung

Die Nordrhein-Westfalen Stiftung gewährt dem Heimatverein Diestedde e.V. einen Zuschuss in Höhe von 27.000 Euro für die Wiederherstellung der historischen Sichtachse von der Langen Straße zum Portal des Diestedder Wahrzeichens. Am 17. Dezember hatte der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Jochen Borchert MdB beschlossen, den dreiteiligen Antrag des Diestedder Heimatvereins anzunehmen und den Verein zu unterstützen. Die Sichtverbindung auf das Wasserschloss war in der 1960er Jahren durch die Änderung der Straßenführung verloren gegangen. Nach der aufwändigen Restaurierung des denkmalgeschützten Schlosses soll nun nach und nach auch das nähere Umfeld wieder dem historischen Vorbild angepasst werden. Das vorrangige Ziel sei es dabei, die historische Sichtachse wiederherzustellen und durch eine Lindenallee aufzuwerten heißt es in der Pressemitteilung der NRW-Stiftung. Sofern der Heimatverein einen Teil der Arbeiten in Eigenleistung erledigt, könne mit der Fördersumme zudem auch das 2005 abgebaute Wasserrad an der Schloßmühle erneuert werden.Es habe bereits einige großzügige Materialspenden für das Mühlrad gegeben, so dass mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer auch der Bau des Wasserrades im Laufe des Jahres in Angriff genommen werden könne, so die HVD-Vorsitzende Gabi Kohlstedde. In Wadersloh half die NRW Stiftung bereits beim Kauf diverser Kunstwerke für das Museum Abtei Liesborn und 1994 beim Wiederaufbau des alten Backhauses im Nikolausdorf.

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